Der neue Hamburger Rahmenplan richtet die Aufmerksamkeit auf das
konstruktive Beisammensein in der Klasse, der Schule, in der Gesellschaft.
Hier findet sich die sozio-kulturelle Perspektive verankert. Das soziale
Lernen ist gefragt und will trainiert werden. Vom einzelnen Kind, das sich
weder die Schule noch die Klasse hat aussuchen können und sich zu Schulbeginn
inmitten einer großen, häufig Angst erregenden Masse wieder findet, über die
Lerngruppe, die anderen Klassenmitglieder, die nicht nur in ihrer Überzahl und
-macht wahr zu nehmen sind, sondern in ihrer Bereicherung, dies alles stellt
hohe Anforderungen an das soziale Lernen, das nur dann Chancen hat, wenn das
Individuum in seinen Spezifika kennen und schätzen gelernt wird.
Kinderrecht und -pflichten eröffnen einen weiteren Bereich, informieren über
Lebensbedingungen hier wie anderswo, geben den Kindern Hilfen und
Möglichkeiten an die Hand, sich der eigenen Interessen und
Ausdrucksmöglichkeiten bewusst zu werden und mit politischem Engagement
erste Erfahrungen zu sammeln und dies nicht nur für die eigenen Belange. Dass
dabei auch Gedanken gefragt sind, die Grundschulkinder stärker an den
Weichenstellungen ihrer eigenen Schulkarriere zu beteiligen, die
weiterführenden Schulen also, wann auch immer die Übergänge erfolgen, macht
Sinn.