Auf welchem Niveau die Kinder lernen und arbeiten, wie sie denken, was sie
für Lerntypen sind und wie sie sich in der Kooperation verhalten, welche
Methoden sie beherrschen, wann sie bei welchem Lehrer und in welchem Fach
besondere Kompetenzen oder Bedürfnisse an den Tag legen, diese Fragen gilt es
nicht einmalig zu klären, sondern mindestens halbjährlich vor den Zeugnissen.
Unterstützt werden sollte dieser Prozess durch eine intensive Befragung der
Kinder. Darüber hinaus sind die Stunden- oder Tagesfeedbacks, die Wochenbilanzen
und die letzten Stunden zum Abschluss einer Unterrichtseinheit sinnvolle Zeiten,
um sich erneut auf den letzten Stand zu bringen, die eigenen Einschätzungen
durch neue zu ersetzen.
Die Rückwirkungen auf die Lern- und Arbeitsmaterialien, die Auswahl des
differenzierten Angebots sind groß. Die Schülerbefragungen geben uns immer neue
Einblicke, was aus welchem Grund ein sinnvolles Lernarrangement war und warum
sie etwas anderes nicht bewährt hat bzw. verändert gehört. Mehr als
standardisierte Test oder Klassenarbeiten tragen sie langfristig zu einem immer
stimmigeren Aufgabenprofil bei, begünstigen methodische Entscheidungen und
verbreitern den Raum für Schülerpartizipation.